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Blume in Klimaanlage
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Weniger Emissionen dank kreativer Ideen in der Automobilindustrie
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Weniger Emissionen dank kreativer Ideen in der Automobilindustrie

Ziel ist es, bis zum Jahr 2015 den CO2-Ausstoß von Autos auf 120 g/km zu senken. Die Automobilindustrie nutzt neben effizienten Antrieben noch weitere kreative Ideen als Einsparpotenziale.

Die Industrie hat sich das Ziel gesetzt, durch Gewichtsreduktion den CO2-Ausstoß von Fahrzeugen bis 2015 auf 120 g/km zu senken. Da nun die Hälfte der Einsparungsziele auf 120 g/km mit meist auf den eigentlichen Antrieb bezogenen Maßnahmen erreicht ist. Der Leichtbau stößt an seine Grenzen, alle weiteren Maßnahmen werden immer aufwendiger und vor allem teurer. Deshalb werden alternative Herangehensweisen erkundet.

Nächstes Angriffsziel: Die Klimaanlage von Automobilen. Bisher gab es für diese nur zwei Zustände: an oder aus. Entwickler sind jetzt dabei, die kühlenden Kreisläufe zu optimieren. Sie sollen nur noch laufen, wenn es auch dringend erforderlich ist. Das spart viel Energie und damit auch Kraftstoff.

So werden vor allem generelle Einstellungen wie die Temperatur beim Entfeuchten der Innenraumluft, das ein Beschlagen der Scheiben verhindert, auf 10 Grad angehoben, anstatt die volle Leistung der Klimanlage abzurufen. Dies reicht vollkommen aus und weniger Kühl- oder Heizleistung ist erforderlich.

Bessere Isolierung des Innenraums

Ein nächster Schritt in der besseren Temperaturregulierung ist die Isolation des Innenraums. Dies verhindert eine Aufheizung oder Abkühlung des Innenraums.

VW hat in Kooperation mit Fensterglasherstellern eine Folie entwickelt, die auf Glasschiebedächern angebracht wird. Eine 100 Nanometer (0,0001 mm) dünne Oxidschichtkombination kann die Innenraumtemperatur bei starker Sonneneinstrahlung um bis zu zehn Grad senken. Damit liegt die CO2-Einsparung dank geringeren Kühlleistungseinsatzes bei 0,5 g/km.

Ebenfalls 0,5 g/km CO2 Einsparungen wird durch ein neues Material für die Verkleidung des Cockpits erreicht. Schwarze Pigmente werden statt Rußpartikel als Farbstoff in den Kunststoff eingearbeitet, welche die Wärmestrahlung im Sommer besser reflektieren. Ergebnis ist, dass das Material um bis zu 25 Grad kühler bleibt, was im Sommer zu einem geringeren Bedarf der Klimaanlage führt.

Auch wenn die 05, g/km CO2 Ersparnis auf den ersten Blick gering erscheinen, machen sie doch in der Summe viel aus. Gerade in Ländern, in denen die Klimaanlage aufgrund extremer Temperaturen unverzichtbar ist, bergen diese Erneuerungen enormes Potenzial.