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Pictogram von Windkraft- und Photovoltaikanlagen mit dicken Geldbündeln im Vordergrund.
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Forschungsförderung rund um die Energiewende: Erinnerung an BMWi-Ausschreibung
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Forschungsförderung rund um die Energiewende: Erinnerung an BMWi-Ausschreibung

Das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi) hat im Rahmen des 6. Energieforschungsprogramms an seine Ausschreibung zur Förderung der erneuerbaren Energien und der Energieeffizienz erinnert. Beide Kernbereiche sollen in einem systemorientierten Ansatz weiterentwickelt werden.

Das BMWi möchte mit der neuen Bekanntmachung die anwendungsnahe Energieforschung stärken und richtet den Fokus seiner Projektförderung auf die gesamte Energiekette: von der Energiebereitstellung und -umwandlung über den Transport und die Verteilung einschließlich der Energiespeicherung bis hin zum Energieeinsatz in verschiedenen Sektoren, wie in der Industrie oder in Gebäuden.

Ziel des BMWi ist, die erheblichen wirtschaftlichen und technologischen Risiken bei der Entwicklung neuer Energie- und Effizienztechnologien zu reduzieren und Systemoptimierung durch Innovationen zu ermöglichen. Die bereits laufenden Förderprogramme des Bundes rund um das Thema Energieforschung sind bei den Unternehmen der chemischen Industrie auf gute Resonanz gestoßen. Eine Teilnahme an der Fördermaßnahme hält der VCI für ebenfalls empfehlenswert.

Wertschöpfungsketten einbeziehen

Der bis zum Jahr 2050 angestrebte Umbau der Energieversorgung in Deutschland auf Basis erneuerbarer Energien und hoher Effizienz ist nur durch innovative Technologien und Systemlösungen erreichbar. Um dieses anspruchsvolle Ziel zu erreichen, sind nach Auffassung des VCI erhebliche Anstrengungen erforderlich – sowohl bei der Energieeinsparung als auch in der Forschung. So habe die Politik in der Vergangenheit zwar die richtigen Akzente in der Energieforschung gesetzt, doch diese reichten bei weitem nicht aus.

Um die Energieforschungsprogramme weiter zu optimieren, fordert der Chemieverband, dass die Programme in Zukunft auch die Bedeutung der zu fördernden Technologien für die Wertschöpfung in Deutschland und deren Chancen auf dem Weltmarkt stärker berücksichtigen. Der VCI plädiert  auch für eine stärkere Koordinierung der Energieforschung von Bundeswirtschaftsumwelt und -forschungsministerium. Dabei sollte vor allem die Industrie als zentraler Know-how-Träger frühzeitig in die Konzeption von Förderprogrammen und Fördermaßnahmen einbezogen werden.

Insgesamt steht für die Umsetzung aller Fördermaßnahmen ein nicht unbeträchtlicher Gesamtetat von rund 400 Millionen Euro zur Verfügung. Wie bei den BMWi-Programmen üblich, gibt es auch bei der neuen Fördermaßnahme keine Einreichungsfristen oder zugeschnittene Fördersummen: Skizzen können jederzeit eingereicht werden. Sie werden fortlaufend begutachtet und bewilligt.

Dr. Martin Reuter (reuter@vci.de)