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Renault Trezor: Die Concept-Car-Revolution von Paris
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Renault Trezor: Die Concept-Car-Revolution von Paris

Renault zeigt den Nachfolger seines Concept Cars "Dezir". 350 elektrische PS hat der Trezor. Und komische Türen.

 Renault Trezor Concept Car auf dem Autosalon Paris 2016

Foto: Renault

Auch wenn einige Hersteller dem Pariser Autosalon in diesem Jahr fernbleiben, tummelt sich auch 2016 an der Seine eine illustre Riege hochpotenter Supercars. Keine Frage: Boliden wie der Ferrari LaFerrari Aperta, der Porsche 911 GT3 Cup, oder natürlich der Lamborghini Centenario Roadster beflügeln die Träume eines jeden Autofans, der auch nur einen Tropfen Benzin im Blut hat. 

Einem gelingt es allerdings, sogar diese Boliden-Idole in den Schatten zu stellen - und das sogar ganz ohne Benzin. Renaults spektakuläre Sportwagen-Studie "Trezor" soll nämlich nicht nur in Punkto Design neue Maßstäbe setzen, sondern ist auch als klares Statement zu verstehen: Renault sieht sich bei der Zukunftsmobilität weiterhin in der Vorreiterrolle. 

Die technischen Daten des Renault Trezor im Überblick

Eins gleich vorweg: Die inneren Werte von Renaults rasantem Stromer können sich durchaus sehen lassen:

  • 350 PS und 380 Newtonmeter Drehmoment
  • Von 0 auf 100 in unter 4 Sekunden
  • 300 Kilometer Reichweite

Die Spitzengeschwindigkeit fällt mit 200 km/h allerdings eher mager aus. Hier hätte man noch etwas Raum nach oben. 

 Renault Trezor Concept Car auf dem Autosalon Paris 2016

Foto: Renault

Renault Trezor: Concept Car radikal?

Fest steht: Renault liegt mit dem Trezor voll im Trend. Den eins scheint sich beim Autosalon mit aller Deutlichkeit abzuzeichnen: Auch die "Großen" gehen beim Thema "Elektromobilität" inzwischen "All in". Insbesondere die deutschen Hersteller wollen in Paris mit neuen Stromer-Visionen punkten: Ob Opel, Mercedes oder Volkswagen - wer etwas auf sich hält, setzt auf E-Technologie, während man den guten, alten Diesel in aller Verschwiegenheit in Rente schickt. 

 Renault Trezor Concept Car auf dem Autosalon Paris 2016

Foto: Renault

 Renault Trezor Concept Car auf dem Autosalon Paris 2016

Foto: Renault

Der Renault Trezor: Futuristische Formen

Schon auf den ersten Blick wird klar: mit einer kugelrunden Öko-Nuckel im gepflegten Osterei-Gedächtnislook hat Renaults coole Flunder eher wenig gemein. Das 4.70 Meter lange Coupé punktet mit windschnittiger Linienführung, wuchtige 22-Zoll-Räder unterstreichen den martialischen Ersteindruck. Die rotgetönten Scheiben sollen wohl einen "infrarotgenauen" Durchblick signalisieren. Die wabenförmige Reptilienhaut auf Flanken und Motorhaube unterstreicht den federleichten Zukunftslook zusätzlich. 

 Renault Trezor Concept Car auf dem Autosalon Paris 2016

Foto: Renault

 Renault Trezor Concept Car auf dem Autosalon Paris 2016

Foto: Renault

Einsteigen wie Batman

"Vier Türen? Wie langweilig!" So oder ähnlich muss der Gedankengang von Renault-Designchef Laurens van den Acker gelautet haben. Eingestiegen wird in den Trezor nämlich ebenfalls auf eher spacige Weise: Dach, Panoramascheibe und Motorhaube fahren nach oben und ermöglichen so den Zugang zum Cockpit des schicken Coupés. Das ist nicht nur ausgefallen, sondern verringert auch den Luftwiderstand.

Auch die Fahrgastzelle spart nicht an futuristischen Spielereien. Konsequenterweise wurde auf haptische Bedienelemente um das achteckige Lenkrad herum weitgehend verzichtet. Multimedia und Infotainment bedient man standesgemäß über massive, hochauflösende Touchscreens. 

 Renault Trezor Concept Car auf dem Autosalon Paris 2016

Foto: Renault

 Renault Trezor Concept Car auf dem Autosalon Paris 2016

Foto: Renault

Der Renault Trezor: Fahrspaß - oder doch lieber Netflix?

Drei Fahrmodi stehen im Trezor zur Auswahl: Und während man in "Neutral" und "Sport" noch selbst Hand anlegt, übernimmt im "Autonom"-Modus die künstliche Intelligenz das Ruder - was dem Fahrer ausreichend Zeit verschafft, das Multimedia-System in vollen Zügen zu genießen. Fest eingeplant ist die Technik bei Renault ab 2020. Dann ist sie (hoffentlich) ausgereift und bezahlbar. 

 Renault Trezor Concept Car auf dem Autosalon Paris 2016

Foto: Renault

Vision ohne Zukunft?

Zum Abschluss noch eine schlechte Nachricht: Auf der Straße werden wir den Tresor leider auch 2020 nicht erleben. Das Concept Car ist ausschließlich als Studie gedacht und wird niemals in Serie gehen. Tröstlich ist da sicherlich, dass es sicherlich wenigstens in Teilen ein Wiedersehen gibt: Wie bei Konzeptautos üblich lässt der Trezor schon erahnen, welche Technik demnächst auch in Renaults Serienmodellen stecken wird. Die dann aber vermutlich doch mit vier Türen ausgeliefert werden.