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Ein Teilnehmerauto der Gumball 3.000 rallye
Ein Teilnehmerauto der Gumball 3.000 rallye
Legal oder nicht: Die "Gumball" kommt zur Tuning World
Ein Teilnehmerauto der Gumball 3.000 rallye
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Legal oder nicht: Die "Gumball" kommt zur Tuning World

Beim extremsten aller Straßenrennen treten getunte Lambos gegen Hypercars an. Am Bodensee kann man einen Boxenstop nun hautnah miterleben.

Bildquelle Titelbild: flickr.com/Johnantoni

120 Autos nehmen jedes Jahr an der Gumball teil. Und wenn sie in Kolonne unterwegs sind, bilden sie eine Art Polonaise des Wahnsinns: hier reihen sich auch mal mehrere Porsche 918 Spyder aneinander, gemischt mit der über-1.000-PS-Abteilung von Bugatti und Koenigsegg und Auto-Legenden wie dem Ferrari Enzo, Carrera GT oder Pagani Zonda. 

Ein Ferrari Enzo als Teilnehmerauto bei der "Gumball 3.000" Rallye.

Falls dabei doch einmal "Massenware" auftaucht, wie etwa ein „ganz normaler“ Porsche 911 Turbo oder Mercedes SLS AMG, dann wurde daran meist noch einmal ordentlich getuned.

Gumball 3000: ein brenzliger Cocktail

Der Mix, der die Gumball ausmacht, basiert zunächst auf einer ganzen Menge Geld: allein die Startgebühr kann auch mal 70.000 Euro pro Auto kosten. Wenn Etappen in Übersee eingeplant sind, werden die Boliden nämlich kurzerhand in Flugzeuge gepackt. 

Bildquelle Bild rechts: flickr.com/SzoszonBratku

Eine Aufreihung verschiedener Sportwagen der Marken Ferrari und Mercedes AMG bei der Gumball 3.000 Rallye.

Und wer solche Summen ausgibt, will natürlich nicht mit einem stinknormalen Serien-Carrera für 95.000 Euro antreten. Das führt zur Zutat Nr. 2: Bei der Gumball trifft sich an Supercars alles, was Rang und Namen hat.

Gewürzt wird dann noch mit ordentlich Prominenz: Regelmäßige Teilnehmer sind – unter anderen – die Skater-Legende Tony Hawk und der „Überbademeister“ David Hasselhoff. Selbst Formel 1 Weltmeister Lewis Hamilton nahm schon teil, und zwar durchaus standesgemäß: Er fuhr einen ca. 1.000 PS starken Koenigsegg Agera HH.

Bildquelle Bild links: TUNING WORLD BODENSEE

Legal oder nicht?

Straßenrennen sind eigentlich so ziemlich überall verboten – allerdings beruft sich die Gumball auf den Claim ihres Initiators Maximllion Cooper: „It´s not a race – it´s a rally!“ In Deutschland wäre allerdings auch eine Rallye als „Motorsportveranstaltung“ genehmigungspflichtig – und die Chancen auf eine Erlaubnis angesichts der gewaltigen PS-Lastigkeit eher gering. 

Eine Polizeikelle mit einem roten Warnlicht und der Aufschrift "Halt Polizei".

Daher hat die Gumball Deutschland auch schon umfahren – bzw. die Boliden auf LKWs verladen und die Teilnehmer mit einem Reisebus durch die Bundesrepublik geschickt.

Aber ganz ohne „the Autobahn“ macht es dann aber eben doch nicht so viel Spaß – daher lässt man sich nun im Zweifelsfall eben von der Polizei anhalten und nimmt Bußgelder und Führerschein-Sanktionen billigend in Kauf. Dank zahlreicher Tempo-Verstöße sind die Teilnehmer den Kontakt zum Freund und Helfer meist sowieso schon gewohnt. Das inoffzielle Motto der Gumball 3000 lautet schließlich auch „It ain´t Gumball, if you keep your license!“ – Wer seinen Lappen noch hat, war nicht dabei! 

Alles in allem ergibt diese Mischung aus Illegalität, PS, Prominenz und jeder Menge Geld dann eine explosive Mischung, die sich auch gerne mal in nackten Champagner-Partys im Charter-Jet entlädt. Die landen dann auf Highlight-Videos und werden auf YouTube gepostet:

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Kinofilm mit Burt Reynolds

Entsprechend groß ist daher auch der Kult um die Gumball 3000, denn unter den PS-Wahnsinngen finden sich mitunter die schillerndsten Figuren unserer Zeit: Alleine die Anekdoten über den berüchtigten Internetmillionär Kim Dotcom, der 2001 sogar Gesamtsieger wurde, sind ungezählt.

Und natürlich gibt es neben Playstation-Spielen auch einen Kino-Film über das wilde Rennen, kommentiert von keinem geringem als Burt Reynolds.

"Boxenstop" auf der Tuning World Bodensee 2016

 Die Gumball 3000 pilgert aber auch jedes Jahr zu einem Motorsport-Heiligtum, wie der Scuderia Ferrari in Maranello oder dem Hockenheimring. Dieses Jahr hat nun Europs größte Tuning-Messe, die „Tuning World Bondensee“ (TWB) die große Ehre, der Gumball als "Boxengasse" zu dienen.

Ein auffällig lackierter Mercedes-Benz SLR McLaren als Teilnehmer der "Gumball 3.000" Rallye.

Bildquelle: flickr.com/Johnantoni

Dort überlässt man den "Gumballern" am 4. Mai, dem Tag vor der offiziellen TWB-Eröffnung, auch gleich von 11 bis 14 Uhr die „Performance Area“, wo ein Moderatorenduo die heißesten Autos und ihre Fahrer vorstellt. Neben den schon erwähnten Stammgästen David Hasselhoff und Tony Hawk ist da auch echter Formel-1-Adel mit dabei: David Coulthard und Jean Alesi „gumballen“ dieses Jahr nämlich auch.

Für 5 Euro im Vorverkauf bzw. 7 Euro an der Abendkasse bekommt man dort also mehr "freilaufende" Supercars auf einmal zu sehen, als irgendwo sonst auf diesem Planeten. Alle Infos zum Gumball 3.000 Event auf der Tuning World Bodensee 2016 findet Ihr hier!

Alle Infos zur Tuning World Bodensee 2016 findet Ihr auf unserer Special-Seite:

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