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Opel Astra Sports Tourer
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Opel Ergonomie Tour: Das Endspiel um die High-Tech-Krone
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Opel Ergonomie Tour: Das Endspiel um die High-Tech-Krone

Opel will dem Thema "Ergonomie" mehr Gehör verschaffen - und lädt dafür in Deutschlands kultigsten Fußballtempel. Ein echter Volltreffer?

Titelbild: © GM Company.

Es gab Zeiten, als die Traditionsmarke mit dem markanten Blitz über den Status eines chronischen Underdogs nicht hinauskam: noch allzu frisch sind bei vielen die Erinnerungen an die Rettung in letzter Minute im Jahr 2009.

Inzwischen konnte Opel allerdings eine beeindruckende Aufholjagd hinlegen: Nicht zuletzt der Durchmarsch des Opel Astra zum „Car of the Year 2016“ hat gezeigt, dass die Rüsselsheimer inzwischen wieder ein gewichtiges Wort bei der Vergabe der automobilen Champions-League-Plätze mitreden.

Seitenansicht eines Opel Cascada
© GM Company.

Ein Vergleich zum Spitzenteam aus Dortmund drängt sich geradezu auf: auch die Borussen befreiten sich mit einer Mischung aus unbedingtem Willen und modernstem Angriffsfußball aus der schweren Krise, die sie Anfang des Jahrtausends an den Rand des Abgrunds gebracht hatte. 

Trikotwand im Signal Iduna Park Dortmund
Never change a winning Team

Umso folgerichtiger, dass der Autobauer anlässlich der „Opel Ergonomie Tour 2016“ unter anderem in den Dortmunder Fußballtempel „Signal Iduna Park“ geladen hatte: mitreißender Angriffsfußball der Marke „Borussia“ und High-Tech aus dem Hause Opel gehören, ganz getreu dem BVB-Slogan, „wahre Liebe“, fest zusammen, so die klare Ansage. 

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Insbesondere bei dem oftmals so sträflich vernachlässigten Thema „Ergonomie“ sieht sich Opel in einer klaren Vorreiterrolle: schon 2003 konnte der Opel Signum erstmals das begehrte Gütesiegel der „Aktion Gesunder Rücken e.V“ (AGR) erringen. Seither hat der Leiter Sitzentwicklung, Andrew Leuchtmann, für die gesamte Modellpalette die „Demokratisierung des guten Sitzens“ ausgerufen. Ob im neuen Kompakt-SUV Mokka X, im Cabrio Cascada, im Coupé GTC, im Meriva, Zafira, Insignia oder im neuen Astra – Sitzkomfort zu erschwinglichen Preisen lautet das entschiedene Credo der Rüsselsheimer.  

Ergonomische Sitze Opel
© GM Company.
Die Ergonomieexpertinnen Sabine Neumann und Susan von der Heyden
Die Ergonomieexpertinnen Sabine Neumann und Susan von der Heyden © GM Company.

Dass es dabei um weit mehr geht, als um den bloßen Wohlfühlfaktor, bestätigt Ergonomie- und Gesundheitsexpertin Susan von der Heyden. Während der Fahrt ist nämlich meist nur der Wagen mobil, während es dem Fahrer kaum möglich ist, die Position zu wechseln. Ein gefährlicher Stillstand: die aus der Bewegungslosigkeit resultierenden Verspannungen führen oft zu einer mangelhaften Durchblutung des Gehirns, was sich unmittelbar auf Konzentration und Reaktionsfähigkeit auswirkt – gerade bei langen Fahrten eine sehr ernste Gefahr. 

Dementsprechend arbeitet man in Rüsselsheim mit Hochdruck daran, die „Schlimmste Form des Sitzens“ endlich gesund zu machen: gut 10 Prozent der Produktionskosten eines Neuwagens werden inzwischen in die Sitzentwicklung investiert - die früher so schnöden Sitzschalen sind inzwischen waschechte High-Tech-Bauteile, die sich der natürlichen Krümmung der menschlichen Wirbelsäule optimal anpassen. Großzügige Verstellwege sorgen zudem dafür, dass „Personen jeglicher Größe die optimale Haltung einnehmen können, egal ob groß, klein, dick oder dünn“. 

Opel Ergonomie
© GM Company.

Eins scheint jedenfalls festzustehen: das Thema „Ergonomie“ stellt die Automobilindustrie in Zukunft vor ernsthafte Herausforderungen. Opel hat schon mal ordentlich vorgelegt – und hätte vermutlich wenig dagegen einzuwenden, in Zukunft als „Sitzriese“ unter den deutschen Autobauern zu gelten.