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Ein McLaren P1 im Erlköniglook driftet im Schnee
Ein McLaren P1 im Erlköniglook driftet im Schnee
Drei Heilige aus der Hölle: Die Holy Trinity of Supercars
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Drei Heilige aus der Hölle: Die Holy Trinity of Supercars

Diese Autos sind nicht von dieser Welt: Warum der Porsche 918, der Ferrari LaFerrari und der McLaren P1 zu Recht als göttlich gelten.

Drei Autos bilden die Speerspitze der Sportwagenelite: McLaren P1, Ferrari LaFerrari und Porsche 918 Spyder. Sie werden ehrfürchtig die „Holy Trinity“, die heilige Dreifaltigkeit, genannt.

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Ferraris neue "Primadonna"

Das erste Supercar, der LaFerrari, beeindruckt mit seinen 963 PS und war schon lange vor seiner Markteinführung ausverkauft. Er verfügt über einen Hybridantrieb. Der 6,3-Liter-V12-Motor, mit einer Leistung von 800 PS wird bei "Bedarf" noch von zwei Elektromotoren unterstützt. Das maximale Drehmoment liegt bei 900 Nm.

Der LaFerrari dient hauptsächlich als Imageträger für Ferrari und bietet aufgrund seiner Limitierung auf 499 Fahrzeuge eine optimale Möglichkeit, neue Technologien im kleinen Rahmen zu testen und zu optimieren. Damit steht er in der Tradition von Farrari-Legenden wie dem Enzo, dem F50 und dem F40.

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Der Fürst der grünen Hölle: Der Porsche 918 Spyder

Der Porsche 918 Spyder wurde ebenfalls limitiert – in diesem Fall auf 918 Exemplare. Seinen Götterstatus erreichte er am  4. September 2013: Er durchbrach als erstes Serienfahrzeug die "Schallmauer" des gefürchteten Nürburgrings, denn er blieb unter der 7-Minuten-Marke. Seine Rekordzeit von 6 Minuten und 57 Sekunden ist bis heute ungeschlagen.

Auch Porsche nutzt den Spyder zur Weiterentwicklung des Antriebskonzepts - und auch hier stehen die Zeichen auf Hybrid: neben dem V8 Verbrenner mit 609 PS sitzt ein E-Motor an der Vorderachse (129 PS) und einer hinten (156 PS). Dabei ist der 918 sogar ein "Vollhybrid": Er kommt auf eine rein elektrische Reichweite von bis zu 25 Kilometern und verbraucht danach nur 3 Liter Benzin auf 100 km. Selbst wenn man bei sportlicher Fahrweise wohl um einiges mehr braucht - für diese PS-Klasse ist er dennoch aüßerst sparsam.

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Die Formel 1 im Blut: Der McLaren P1

Der letzte im heiligen Bunde ist der McLaren P1 mit 916 PS. Ein doppelt aufgeladener V8 liefert 737 davon, der Rest kommt aus dem 179 PS starken Elektroantrieb. Auch er hat eine rein elektrische Reichweite, die bei ca. 11 Kilometern liegt. McLaren stattete diesen Sportwagen mit besonders viel F1-Technik aus. So verfügt er unter anderem über ein Brake Steer System, das in der Kurve das innenfahrende Rad leicht abbremst und so für eine Extraportion Traktion sorgt.

Den Sprint von 0 auf 100 km/h meistert das McLaren-Flaggschiff in 2,8 Sekunden. Natürlich ist auch der P1 limitiert, in seinem Fall waren sogar nur 375 Fahrzeuge erhältlich. Selbstredend waren auch die schon lange vor dem Beginn der Serienfertigung alle vergriffen.

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Großbritannien: Ein Königreich des Glaubens

Die "Holy Trinity" scheint es den Engländern ganz besonders angetan zu haben. Der britische Supercar-Club "Auto Vivendi" veranstaltete z.B. schon "Trinity-Erlebnistage". Für einen Ticketpreis von schlappen 10.000€ konnte man dort alle 3 Supercars nacheinander Probefahren.

 

Bei so viel Begeisterung verwundert es auch kaum, dass ein Brite als Erster vermeldete, alle drei Supercars gleichzeitg in sein Eigentum gebracht zu haben: Paul Bailey hat die Heiligkeiten in seiner Garage versammelt. Das ließ er sich Einiges kosten: den Porsche gibt’s für ca. 800.000€, für den MacLaren muss man schon 1,3 Millionen locker machen und Ferrari will für jeden LaFerrari stolze 1,7 Millionen Euro.Insgesamt hat Herr Bailey also fast 4 Millionen Euro für seine automobile Reliquiensammlung ausgegeben.

Und das ist nur die Spitze des Eisbergs: Um eine dieser Heiligkeiten zu bekommen, muss man nämlich beim jeweiligen Hersteller absoluter Premium-Stammkunde sein. Für diesen Status muss man dort aber vorher schon fast das Doppelte des Kaufpreises für andere Modelle ausgegeben haben. Die gesamte Autosammlung von Paul Bailey sollte also schon mindestens 10 Millionen Euro wert sein ...  

 

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