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Der Königsegg One:1 mit geöffeneten Scherentüren.
Der Königsegg One:1 mit geöffeneten Scherentüren.
440 km/h per Alu-Motor – Der Koenigsegg One:1
Der Königsegg One:1 mit geöffeneten Scherentüren.
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440 km/h per Alu-Motor – Der Koenigsegg One:1

Der One:1 ist ein Extremist unter den Hypercars: Für das Verhältnis von 1 PS pro KG gingen die Erbauer an die Grenzen.

Der Supersportwagen Königsegg One:1 im Halbprofil.

Der Koenigsegg One:1 ist mit seiner Beschleunigung von 0 auf 300 km/h in 11.922 Sekunden derzeit wohl der schnellste Supersportwagen des Planeten. Seitdem er im März 2014 auf dem Genfer Automobilsalon erstmals vorgestellt wurde, baut man bei Koenigsegg an insgesamt sechs weiteren Exemplaren, die aber allesamt bereits verkauft sind.

Der Name One:1 leitet sich dabei von einer in Motorsportkreisen äußerst wichtigen Kennzahl ab: Wie viel Kilo muss eine einzelne Pferdestärke ziehen. Und beim One:1 ist dieses Verhältnis eben One:1 - 1360 PS bei einem Gewicht von 1360 kg, ergibt genau 1,0 kg/PS. Diesseits der Formel 1 hätte man eine derartige Zahl bislang für undenkbar gehalten.

Detailaufnahme eines Carbonelements des Königsegg hyper cars One:1.

Extreme Konsequenz: ein Alu-Motor

Um dieses traumhafte Verhältnis zu erreichen, ist für Christian von Koenigsegg keine Idee zu radikal. Gewicht sparte man z.B. dadurch, dass man den gesamten V8-Motor kurzerhand aus Aluminium fertigte.

Der Leistung tut das keinen Abbruch: Bei 5065 cm³ Hubraum liegt das höchste Drehmoment bei 1371 Nm bei 6000/min. Eine Gewichtsverteilung von 44 % auf die Vorderräder und 56 % auf die Hinterräder sorgen ein optimales Fahrerlebnis.

Seitansicht des Königsegg 1:1 Supersportwagen mit 1360 PS bei 1360 Kg.
Detailaufnahme eines Rades des Hypercars Königsegg One:1.

Der Tacho reicht bis 450

Der One:1 erreicht eine Höchstgeschwindigkeit von über 440 km/h, diese erreicht er bereits nach 21.5 Sekunden. Diese benötigt er für 0–400 km/h. Der Bremsweg aus 100 km/h bis zum Stillstand beträgt nur 28 Metern, der Wendekreisdurchmesser nur 11 Meter. Die Optik kann man als futuristisches karbondesign mit silbernen Lack beschreiben. An der Front geben ein riesiger Splitter und Luftleitbleche aus Karbon der Karosserie etwas martialistisches.

Heckansicht eines Köngisegg One:1 Supersportwagens.
Detailaufnahme eines Tachos des Königsegg One:1 mit bis zu 450 km/h.

Am Heck springt der gigantischer, ebenfalls aus Karbon gefertigter Spoiler sofort ins Auge, die Felgen sind in einer edlen Leichtbaumaterialoptik gestaltet. Damit ist am One:1 so gut wie alles aus Karbon, ob sichtbar oder verdeckt unter dem silbernen Lack. Innen besticht der One:1 mit viel Wildleder und Echt-Karbon Drehzahlmesser. Dabei fängt der rote Bereich bei 7000 Umdrehungen an und der Tacho reicht bis 450 km/h. Damit mach er der Holy Trinity of Hypercars — dem Ferrari LaFerrari, dem Porsche 918 Spyder and McLaren P1, ernsthafte Konkurrenz.

Königsegg One:1, der Supersportwagen der Kilogramm Gewicht ein PS vorweisen kann.

 

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