Driven! Autowelt
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So driftest Du trotz Frontantrieb & elektronischer Parkbremse!

Früher war alles besser: Handbremse ziehen & Spaß haben. Dank elektrischer Spaßbremsen braucht man inzwischen aber ein paar Kniffe! 

Wenn es hier in der Redaktion ums Thema Driften geht, gibt es eine klare Bestmarke: Der Dodge Charger Hellcat. Der hatte zwar auch keine Handbremse – dafür aber 717 (!) PS, die ungefiltert an der Hinterachse zerrten. Nachdem man alle Fahrhilfen deaktiviert hatte, musste man nur noch ein bisschen einlenken. Per Gaspedal ließ sich das Heck dann beliebig weit aus der Spur drücken.

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Die elektronische Parkbremse: ein echter Drift-Verderber

Leider, leider, leider fahren wir hier aber nur selten Autos mit mehr als 700 PS. Und privat sitzen wir eher auf kompakten Fronttrieblern von VW & Co.. Aber wer vom Land kommt (wie ich), weiß, dass man auch ohne Heckantrieb eine Menge Spaß haben kann. Alles, was man braucht ist ein bisschen Platz, idealerweiße einen lockereren Untergrund (Kies, Schnee, Nässe, Eis …) – und eben eine Handbremse: Gas geben, einlenken, anziehen, losschleudern!

 

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Doch leider, leider, leider haben VW & Co. aber kein Herz fürs Driften: Golf und Konsorten werden inzwischen nämlich mit elektronischen Parkbremsen geliefert. Mit denen kann man zwar alles machen, wozu die Handbremse eigentlich gedacht war – also Anfahren am Berg und parken. Aber die Hinterräder während der Fahrt blockieren – das haben wir schon oft genug probiert – es geht leider, leider, leider nicht mehr.  

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Schön war die Zeit: Damals wusste man mangels Navi zwar noch nicht so genau, wo man gerade ist. Der Drift war aber immer nur einen Seilzug weit entfernt ...

Bild: Philip May

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Trotz elektrischer Parkbremse und Frontantrieb gilt: Wo ein Wille ist, ist auch ein Drift!

Jammern hilft nicht: die Autokonzerne schaffen unsere Drifthilfe ab. Und alles nur, um Platz für Getränkehalter, Sitzheizungsknöpfe und ähnlichen Weicheier- Schnickschnack zu schaffen. Die elektronische Lösung ist nun einmal kleiner, hipper, schicker – und inzwischen auch fast schon billiger.

Was bleibt also übrig? Einschlagen und Vollgas ist bei Vorderradantrieb bekanntlich keine Option – hier kommt man so allenfalls in Untersteuern (die Front rutscht in der Kurve nach außen). Um zu driften, muss man aber das Heck in Wallung bringen. Und da gibt es auch ohne Handbremse ein paar Tricks. Zunächst muss man aber natürlich alle Fahrhilfen (ESP und Co.) soweit wie nur möglich ausschalten.

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Egal ob Allrad-, Front- oder Heckantrieb: Auf dem richtigen Untergrund driftet es sich fast wie von alleine ...

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Driften mit Frontanrieb: Gewichtsverlagerung ist alles

Wenn man beschleunigt, ist das Gewicht des Autos ziemlich weit hinten. Damit das Heck ausbricht, muss man es möglichst ruckartig nach vorne bringen. Für einen kleinen Moment ist die Bodenhaftung der Hinterräder dann ziemlich gering. Wenn man in diesem Moment eine möglichst dramatische Lenkbewegung macht, sollte der Hintern schön rausschnalzen.

Konkret bedeutet das: Beschleunigen, das Lenkrad weit einschlagen, dann abrupt vom Gas gehen und so weit und so schnell wie möglich gegenlenken. Verstärken kann man den Effekt noch, wenn man im Moment des Gegenlenkens auf die Bremse steigt, denn das verlagert das Gewicht noch weiter nach vorne und der Popo stellt sich noch leichter quer – so wie hier im Video:

Driften ohne Hanbremse: Machs einfach mit dem Fuß, Baby!

Alternativ kann man mit der Fußbremse auch den Effekt der Handbremse imitieren. Dazu muss man aber die eine Disziplin aus dem Motorsport beherrschen: Mit dem linken Fuß bremsen. Denn wenn man linken Fuß bremst und mit dem rechten weiter ordentlich Gas gibt, muss die Bremse an den Vorderrädern gegen den Motor arbeiten. Deswegen werden die - nicht angetriebenen – Hinterräder viel stärker abgebremst.

Mit etwas Übung bekommt man so fast denselben Zustand hin, den einem früher die Handbremse beschert hat: Nur die Hinterräder blockieren und das Gewicht ist vorne. Dann muss man nur noch ein- und gegenlenken – und voilà, das Ding fährt quer.

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Grober Unfug!

Bei aller Liebe wollen wir doch nicht unerwähnt lassen, dass die Drifterei eigentlich absoluter Schwachsinn ist. Wenn man gerade keine Rallye fährt, gibt es eigentlich keine Situation, in der ein Drift ernsthafte Vorteile bringt. Und nur professionelle Rallyefahrer driften oft genug, um diese Situation wirklich kontrollieren zu können. Dass die allermeisten von ihnen trotzdem nie durch den Straßenverkehr driften, sollte zu denken geben.

Nebenbei runiert man sich bei dem Spaß auch sehr schnell die Reifen – und auch dem Rest des Autos tut es nicht so sonderlich gut. Der langen Rede kurzer Sinn: Driften ist toll, aber bitte nur da, wo es erlaubt ist. 

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