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Silhouette einer Person mit Fragezeichen.
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Wer fährt Elektroautos? Studie findet Otto Normalstromfahrer
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Wer fährt Elektroautos? Studie findet Otto Normalstromfahrer

Eine Umfrage zeigt, wer bereits mit Strom unterwegs ist. Dabei wird auch klar, warum viele noch zögern.

Das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) hat über 3.000 Halter eines Elektrofahrzeuges befragt und die Ergebnisse vorgestellt. Diese Umfrage ist die größte und umfangreichste, die bislang in Deutschland unter Erstnutzern durchgeführt wurde. Fragen wie: „Wer sind die Erstnutzer von Elektrofahrzeugen?“ oder „Wie werden die Fahrzeuge im Alltag eingesetzt, welchen Einschränkungen unterliegt die Nutzung noch und wie gehen die Nutzer damit um?“ sollen tiefere Einblicke in die Seele eines Elektrofahrers geben.

Große Überraschungen gab es dabei nicht: Der typsiche Elektroautofahrer ist 51 Jahre alt, männlich, technikaffin, umweltbewusst und mit einem überdurchschnittlichem Einkommen ausgestattet.  

Dass  Besitzer eines Stromers in eine höhere Gehaltsklasse fallen, verwundert bei den aktuellen Preisen eines Elektrofahrzeuges wenig. Außerdem fahren vier von fünf Befragten nebenbei auch noch ein herkömmliches Auto. Dies könnte unter anderem an Unsicherheiten über die geringe Reichweite mangels Ladestationen liegen. Die Hälfte von ihnen hat einen ihrer bereits vorhanden Zweitwagen durch ein Elektroauto ersetzt.

Steuererleichterungen spielen eine untergeordnete Rolle

Laut der Umfrage liegt die Motivation der Käufer beim Interesse an der innovativen Fahrzeugtechnologie und bei der Reduzierung der Umweltbelastung. Dies ist bei den privaten und gewerblichen Nutzern gleich. Eine geringe Rolle bei der Kaufentscheidung spielten externe Anreize, wie die Befreiung von der Kfz-Steuer oder kostenloses Parken und Aufladen. Somit wäre es wichtig, die Anreize für Elektrofahrzeuge in einer Erleichterung des Fahrens, wie zum Beispiel genügend Ladestationen zu setzen.

Ein Großteil der Elektrofahrer lebt allerdings – anders als oft vermutet – auf dem Land oder in kleinen Städten und nicht in den großen Metropolen. Grund hierfür ist der Mangel an öffentlichen Ladestationen, denn die meisten Elektrofahrzeuge werden am Wohnort aufgeladen – was in der Stadt meistens nicht möglich ist.

Stefan Trommer, Projektleiter im DLR-Institut für Verkehrsforschung erklärte dazu: „Eine Befragung zu diesem Thema ist in einem solchen Umfang bisher einzigartig. Die Zahl der Teilnehmer ist mit 3.111 sehr erfreulich und bietet uns für den deutschen Raum einen repräsentativen Einblick in Einstellungen zum Elektroauto und seiner Nutzung“.

 

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