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Detailaufnahme einer Ladesäulfe für Elektroautos.
Detailaufnahme einer Ladesäulfe für Elektroautos.
Der Einfachheit halber – Straßenlaternen als Ladesäulen
Detailaufnahme einer Ladesäulfe für Elektroautos.
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Der Einfachheit halber – Straßenlaternen als Ladesäulen

Zur Förderung der Elektromobilität gibt es viele revolutionäre Visionen. Eine Idee besticht allerdings vor allem durch Bescheidenheit.

Laut einer Umfrage wohnen die meisten E-Auto Fahrer auf dem Land. Das klingt zunächst überraschend: als Großstädter fährt man durchschnittlich kürzere Strecken und das mit höherem Benzinverbrauch durch den Stadtverkehr. Folglich könnte man mit einem Elektroauto noch mehr Geld für Benzin sparen und auch die geringe Reichweite wäre weniger problematisch als auf dem flachen Land.

Andererseits hat man in der Stadt aber ein ganz anderes Problem: wie soll man sein Gefährt aus der Mietskaserne heraus anständig aufladen? Etwa per Kabeltrommel, über mehrere Stockwerke, Balkone und Gehsteige? Das ist natürlich nicht sonderlich praktikabel.

 

Natürlich gibt es auch öffentliche Ladesäulen – allerdings so wenige, dass erste Elektrofans sich schon kurzerhand selbst welche bauen. verlinken Und das Laden dauert dort auch um einiges länger, als das klassische Tanken. Tagtäglich eine halbe Stunde an der Stromstation ausharren, klingt aber sicher auch nicht sehr verlockend. Die Lösungen, die für dieses Problem im Gespräch sind, klingen oftmals nach Science-Fiction, wie etwa die „induktive Straße“ oder die Kombination aus Elektromobilität, Carsharing und autonomen Fahren.

Sehr viel schneller umsetzbar wäre da sicher eine Lösung, die auf etwas aufbaut, das es schon lange gibt: Straßenlaternen. Die könnte man zu Elektroladesäulen umbauen. BMW  arbeitet bereits an einem Projekt, das Licht und Ladung kombinieren soll und das Berliner Startup Ubitricity hat sogar ein Ladekabel entwickelt, das der E-Auto Fahrer an allen umgerüsteten Straßenlaternen einstecken kann.

 

Dieses Kabel würde dann auch noch die leidige Abrechnungsfrage lösen: Da es dem Fahrer gehört, kann es ihm dem gesamten Strom der durchfließt auch zuordnen und mit einem einzigen Vertragspartner verrechnen – ungefähr so wie bei einem Handyvertrag, wo die Bezahlung der verschiedenen Auslandsnetze über das sog. „Roaming“ erfolgt – und nicht in bei jedem Grenzübertritt erst mühsam eingerichtet werden muss. Es gibt auch schon einige Anbieter für dieses „Stromroaming“.

Das spannende an der „Lampen-Lösung“ ist ihre Übersichtlichkeit: ca. 300€ kostet der Umbau der Straßenlaternen, für etwa 200€ wäre das intelligente Ladekabel zu haben.

 

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