Driven! Autowelt
Grafik einer Waage mit einem Auto auf der einen und Geldstücken auf der anderen Seite.
Grafik einer Waage mit einem Auto auf der einen und Geldstücken auf der anderen Seite.
Fuhrpark: Neues Tool beantwortet die Gretchenfrage der Elektromobilität
Grafik einer Waage mit einem Auto auf der einen und Geldstücken auf der anderen Seite.
News

Fuhrpark: Neues Tool beantwortet die Gretchenfrage der Elektromobilität

Ob sich ein E-Auto im Einzelfall lohnt, hängt von vielen Faktoren ab. Ein neues Tool berücksichtigt sie alle – in nur 8 Minuten.

„Nun sag, wie hast Du´s mit der Wirtschaftlichkeit?“

Diese Frage trifft wohl ziemlich genau den Nerv der Elektroautos. Denn inzwischen gibt es Stromer, die mit den Benzinern in allen Disziplinen mithalten können: „von 0 auf 100“ sind sie sowieso meist schneller und das Reichweitenproblem ist zumindest in der „Tesla-Klasse“ annährend gelöst – und ansonsten sind die Unterschiede ja eher minimal. Nur eben in punkto Geld nicht, denn Elektroautos sind meist viel teurer als Verbrenner. Ob sie sich trotzdem lohnen, lässt sich so einfach nicht sagen, denn das hängt von einer großen Menge von Faktoren ab.   

Eine gute Entscheidungsgrundlage

Daher haben Wissenschaftler des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR) ein Online-Tool mit einer Datenbasis für 7 europäische Länder ausgestattet. Neben Deutschland stehen auch Daten für die Niederlande, Großbritannien, Österreich und Spanien bereit, in Kürze kommen dann Norwegen und Frankreich dazu. Dieses Tool soll vor allem als eine Entscheidungshilfe für Politik und Behörden dienen, um die Effizienz von Fahrzeugflotten besser kalkulieren zu können.

"Um eine möglichst gute Entscheidungsgrundlage zu schaffen, berücksichtigen wird dabei eine Vielzahl unterschiedlicher Kriterien und Annahmen", erklärt Dr. Christoph Schimeczek, der Betreuer des Projekts.

Tool steht kostenfrei zur Verfügung

Das Online-Tool wurde im Zuge des EU-Projekts I-CVUE (Incentives for Cleaner Vehicles in Urban Europe) entwickelt und steht allen Interessierten nach einer Registrierung kostenfrei unter www.dsm.icvue.eu zur Verfügung.

Dazu Dr. Christoph Schimeczek: "Im Vergleich zu anderen Angeboten ermöglicht unser Programm eine sehr detaillierte Auswertung. Gleichzeitig sind die zugrunde gelegten Annahmen für den Nutzer transparent und individuell anpassbar."

Auch Fördermöglichkeiten lassen sich vergleichen

Fördermaßnahmen wie Steuererleichterungen oder Abschreibungsmöglichkeiten werden genauso wie Annahmen zur Entwicklung der Benzin- und Elektrizitätspreise, zu Reparatur-, Instandhaltungs- und Versicherungskosten von dem Tool mit einbezogen. Die Gesamtfahrleistung und Verteilung der Fahrleistung über das gesamte Jahr werden automatisch ausgerechnet. In den nächsten Monaten wollen die DLR-Forscher das Programm so weiterentwickeln, dass damit auch die unterschiedlichen politischen Fördermöglichkeiten der einzelnen Länder vergleichen kann.

Zu den Partnern gehören neben dem DLR: Bosch (Deutschland), RACC Automovil Club (Spanien), Electric Vehicle Union EVU (Norwegen), FIER Automotive (Niederlande), IRU Projects (Belgien), Transport for London (Grossbritannien), Austrian Energy Agency EA (Österreich) sowie die Cardiff University (Grossbritannien). Das Projekt wird koordiniert vom energysavingtrust (Grossbritannien) und mitfinanziert durch das Programm Intelligent Energy Europe der Europäischen Union.

 

Außerdem zu diesem Thema: