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Eine Hand schwebt über einem Taschenrechner. Im Hintergrund Papiere und ein Laptop.
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eMERGE Projekt: für Pendler lohnt sich ein Elektroauto ab 50 km
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eMERGE Projekt: für Pendler lohnt sich ein Elektroauto ab 50 km

Die Zielgruppenanalyse des eMERGE Projekts bestätigen genau die allseits bekannten Elektroautofahrer:  gebildet, technologieaffin ein überdurchschnittlich hohes Einkommen. Auch das Ergebnis einer Befragung überrascht wenig: je weniger Wissen die befragten Personen über Elektromobilität haben, desto negativer fiel ihr Urteil aus. Die Zielgruppe in dem Projekt fiel hauptsächlich auf Pendler, die jeden Tag mindestens 50 Kilometer zurücklegen. Erst ab diesem Wert wird die Anschaffung eines Elektroautos interessant. Ein positives Image scheint die Kaufentscheidung mehr zu beeinflussen als das persönliche Umweltbewusstsein.

Etwas mehr überraschend ist jedoch das Ergebnis, dass der Anschaffungspreis ein ganz entscheidendes Kriterium für oder gegen ein Elektroauto ist. Die Ersparnisse, die sich im Verbrauch des Stromers ergeben, waren den Befragten hingegen oft gar nicht bewusst. Reichweite, Leistung, Platz und Ladedauer gewichten die Befragten ebenfalls sehr hoch.

Auch wenn die Ergebnisse der Befragungen keine neuen Ergebnisse gebracht haben, sind Projekte um den täglichen Gebrauch der Elektroautos zu verbessern von großer Bedeutung, da dies der einzige Weg die Elektromobilität zu etablieren.

Um die Akzeptanz der Elektromobilität besser zu testen, wurden in einem Feldversuch des EMERGE-Projekts intelligente Ladesysteme getestet.

Über eine Million Kilometer innerhalb von zwei Jahren fuhren Privat- und Geschäftsmenschen mit insgesamt 146 smart fortwo electric drive in Berlin, Potsdam und in verschiedenen Städten Nordrhein-Westfalens. Ziel war es nicht nur das Nutzverhalten und die Technik der Elektroautos weiter zu vertiefen, sondern vor allem einen Ausbau der Stromnetzauslastung und unterschiedliche Preissysteme zur Verbesserung der Kundenakzeptanz zu erreichen.

Dazu wurden unter der Verantwortung von Daimler die Fahr- und Ladedaten der Teilnehmer ausgewertet. Persönliche Daten wie Ladedauer oder Ladehäufigkeit wurden anonymisiert gespeichert. Zusätzlich wurden die Probanden regelmäßig befragt.

Harald Kröger, der Leiter Entwicklung Elektrik/Elektronik & E-Drive Mercedes-Benz Cars erklärt dazu: “Die Teilnehmer am Forschungsprojekt eMERGE haben einen wichtigen Beitrag für die Mobilität der Zukunft geleistet. Mit ihrer Hilfe haben wir den realen Kundenbetrieb von Elektroautos wissenschaftlich erforscht und damit wertvolle Daten gewonnen, die wir für die Entwicklung künftiger Elektroautos nutzen können.“

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