Driven! Autowelt
Artikelbild BeschreibungElektromobilität: Der Wettlauf der Tesla-Fighter1453
Artikelbild BeschreibungElektromobilität: Der Wettlauf der Tesla-Fighter1453
Elektromobilität: Der Wettlauf der Tesla-Fighter
Artikelbild BeschreibungElektromobilität: Der Wettlauf der Tesla-Fighter1453
News

Elektromobilität: Der Wettlauf der Tesla-Fighter

Elon Musk hat einen neuen Markt geschaffen: elektrische Luxuskarossen. Doch jetzt will der Rest der Welt ein Stück vom Kuchen abhaben.

Letzte Woche sind erste Zeichnungen eines chinesischen Tesla-Fighters aufgetaucht. Ein Name existiert auch: er bezeichnet den Wagen als Auto des "Glücks“. In Europa wird über derart blumige Namen gerne geschmunzelt – aber in China gehören sie ja bekanntlich zum guten Tun. Ob es sich bei diesen Zeichnungen um die finale Version des tatsächlichen Fahrzeug handelt, lässt sich nur mutmaßen, gilt unter Experten jedoch als relativ sicher.

Der Kopf dahinter heißt Jia Yueting. Er hat in China schon fast einen ähnlichen Status wie Elon Musk, Mark Zuckerberg, Steven Jobs, Larry Page und Co., ist also Mitlglied der der Liga der IT-Gurus. Er hat das Land schon um LeTV – der chinesischen Version von Netflix – bereichert. Zudem ist er der Erfinder zahlreicher elektronischer Produkte der Firma Leshi Internet & IT.

Yueting hat über 600 neue Mitarbeiter eingestellt, um an dem Elektrowunder zu arbeiten. 200 davon arbeiten in den USA unter der Führung von Tony Nie, der von 2005 bis 2011 in leitender Position bei Lotus Engineering China angestellt war. Nun ist er im Le*Car-Projekt eingebunden und hat hierfür Mitarbeiter von Tesla, BMW und General Motors abgeworben.

 

Um das Projekt selbst entwickeln zu können, finanziert Yueting bis dato 1,2 Milliarden Dollar aus Eigenkapital seiner Firmen.  Somit schützt er sich vor fremden Einfluss. Yueting bezeichnet den Elektrorenner als sein Prestigeprojekt und eine Art Plattform zur Ausweitung des Geschäftsfeldes.

Bisher ist geplant, dass Le*Car als Luxus-Angebot 2016 auf der Messe in Peking zu sehen sein wird und Anfang 2018 auf den Markt kommen soll. Bis dahin soll auch ein weiterer chinesischer Stromer fertig sein, allerdings eher nach Klon als nach Tesla-Fighter aussieht.

Audi investiert Rekordsummen

Lange waren sie sich nicht sicher, nun sieht es so aus als wollen die deutschen Autohersteller den gerade neu entstehenden Markt für reichweitenstarke, teure Elektroautos nicht kampflos der Konkurrenz überlassen. Bisher ist hier Tesla mit seinem gut 70.000 Euro teuren Model S unangefochtener Marktführer. Audi versucht jetzt nachzuziehen und stellte auf dem Genfer Autosalon eine Elektro-Version seines Sportwagens R8 vor.

Der R8 e-tron soll 450 Kilometer Reichweite mit einer Akkuladung schaffen. Die hochwertigen Batteriezellen werden von dem koreanischen Lieferanten LG Chem und Samsung SDI bezogen. Nur Tesla schaffte bisher solche Reichweiten, mit seinem gut 80.000 Euro teuren Model S.

Auch in der Budgetplanung von Audi macht sich die Elektrifizierung und die Digitalisierung bemerkbar: 2018 waren ursprünglich 22 Milliarden Euro eingeplant, diese wurde jedoch bis 2019 um weitere 2 Milliarden Euro erhöht.

 

Außerdem zu diesem Thema: