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Detailansicht des Kühlergrills eines Tesla Model S.
Detailansicht des Kühlergrills eines Tesla Model S.
Elektromobilität: Teslas Autopilot erreicht „Teilautonomie“
Detailansicht des Kühlergrills eines Tesla Model S.
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Elektromobilität: Teslas Autopilot erreicht „Teilautonomie“

Für $2.500 kann man sich nun das Software-Update „Autopilot“ herunterladen. Der Name verspricht aber ein bisschen zu viel.

Die Zukunft kommt ein großes Stück näher. Tesla steht kurz vor dem selbstfahrenden Auto der Zukunft.

Ganz so weit ist man allerdings dann doch noch nicht, aber immerhin: Ein Auto, das automatisch blinkt, dann die Spur wechselt und am Ziel einparkt – all das kann der Tesla nun, sobald man sich das entsprechende Software-Upate heruntergeladen hat.

Der Fahrer haftet

Bereits letztes Jahr kündigte Tesla einen Autopiloten in den neuesten Fahrzeugen an. Nun ist er also da – zumindest in den USA. Danach plant Tesla den Start in Europa und Asien. 2500 Dollar muss der Tesla-Fahrer für diese Funktion zum automatisierten Fahren zusätzlich zahlen. In einer Telefonkonferenz gab CEO Elon Musk an, dass sich die Autopiloten Software jedoch noch in einer frühen Phase befindet.

Fahrer könnten rein theoretisch bei entspannter Verkehrslage das Lenkrad loslassen und den Autopiloten fahren lassen. Empfohlen wird dies aus Haftungsgründen jedoch noch nicht.  Kommt es zu einem Unfall beim Spurenwechsel mit dem Autopilot, haftet der Fahrer – nicht Tesla.

Elon Musk erfüllt sich nach eigenen Angaben seinen Traum, auf den Straßen der Zukunft selbstfahrende Autos fahren zu lassen.

Auch Tesla ist nicht unfehlbar

Ein Dämpfer für Tesla verursachte jüngst das US-Testmagazin „Consumer Reports“. So hat diese das Model S von Tesla schlecht bewertet und die Aktie des Elektroauto-Pioniers auf Talfahrt geschickt. Bei einer Umfrage unter 1400 Besitzern des Modells S sei eine ganze Reihe von Beschwerden ans Licht gekommen. Zu den Hauptproblemen zählten die Ladetechnik, der Antriebsstrang und die Anzeigen im Auto. Letzteres könnte auch die Autopilotenfunktion bestreffen.

Guter Kundenservice

Trotz der Beschwerden gaben 97 Prozent der Model-S-Besitzer an, dass sie das Auto wieder kaufen würden. Das sei unter anderem der schnellen Reaktion des Tesla-Kundendienstes zu verdanken. So wären diese stets bemüht, guten Kontakt zu ihren Kunden zu halten und schnell an Problemlösungen zu arbeiten.

Dennoch dürften die Ergebnisse Tesla treffen. Der Autobauer, dessen Ziel es ist, sich als Luxusanbieter mit besonders hochwertiger Ausstattung von der Konkurrenz abzugrenzen, kann sich solche Umfragewerte nur bedingt leisten – zumal Tesla in China ohnehin schon gefloppt ist.  Die Redaktion des US-Testmagazins gibt zum Abschluss an, dass es allgemein eine "beunruhigende Zunahme von Problemen" bei einer ganzen Reihe von Fahrzeugen auf dem Markt gibt.

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