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Elektromobilität konkret: Swingcar – ein Extremgeländewagen
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Elektromobilität konkret: Swingcar – ein Extremgeländewagen

Alles was Jeeps können, kann dieses Auto noch viel besser. Das klingt nach Science-Fiction, kostet aber nur 12.000€.

Acht Jahre hat es gedauert, nun sind Pascal Rambaud und seine Mitstreiter Jerome Arsac und Thierry Jammes von der Firma Mécanroc soweit: Im Laufe des Jahres soll das Swincar für ca. 10.000 und 12.000 Euro für die Basisversion und die straßenzugelassene Version mit Scheinwerfer und Blinker auf den Markt kommen.

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Die technischen Daten sind beeindruckend: gleich vier Radnaben-Elektromotoren mit jeweils ein bis 1,5 kW Leistung an den langen Auslegern sorgen für Allradantrieb und einen optimalen Halt im steilen Gelände. Das Besondere am Swincar ist mit Sicherheit die spezielle Gleichgewichtskonstruktion: Die Achsen sind oberhalb des Schwerpunkts montiert, die vier gekrümmten Riesenbeine sehr weit nach außen schwenkbar und die Radaufhängungen extrem beweglich. Damit kann das Swincar jede Unebenheit ausgleichen und hält den Fahrer immer in Horizontalen.

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Die Radaufhängung hilft den gefederten Beinen, sich jedem Untergrund anzupassen und so schnelle Kurvenfahrten auch in Seitenlagen von bis zu 50% meistern zu können. Eine Steigung von ca. 70 Grad ist kein Problem. Trifft man beispielsweise auf ein einseitiges hohes Hindernis, kann das Swincar ein Rad hochspreizen und so auch seitwärts den Hang entlangfahren ohne umzukippen.

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Steuern lassen sich das Swincar mit einem normalen oder einem Allrad-Lenkrad.  Menschen mit Behinderung haben die Möglichkeit, das Swincar mit einem speziellen Joystick zu bedienen. Gas geben und Bremsen kann man mit an dem Lenkrad angebrachten Schaltwippen. Man sitzt mit leicht angewinkelten Beinen wenige Zentimeter über dem Boden, was stark an ein Go-Cart erinnert. Auf Höhe des Bauchnabels befinden sich die Vorder- und Hinterachsen und können gekreuzt voneinander bewegt werden. Die gekrümmten Stangen, die Spinnenbeine aussehen, sind an diesen Achsen befestigt und lassen sich fast um 180 Grad schwenken. Zusätzlich sind die Räder beinahe freidrehend.

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Die leistungsstarke Batterie ist unter den Beinen des Fahrers angebracht und wahlweise mit zwei, vier und sechs kWh Speicherkapazität erhältlich. Das Swincar besteht aus etwa 400 Teilen und wiegt circa 120 Kilo, je nach Größe der Batterie kommen weitere 15 bis 45 Kilo dazu, die Höchstgeschwindigkeit ist auf 45 km/h gedrosselt.

Die Idee für das Swincar ist auch tatsächlich in den Bergen entstanden. Seine Erfinder wollen es aber nicht nur als reines Spaßmobil anbieten, sondern können sich durchaus auch eine Zukunft in der Landwirtschaft oder im Militäreinsatz vorstellen.

 

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