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Der BMW i8: Was kann Bayerns ganzer Stolz?

BMW zeigt den i8 oft und gerne. Und er hat einen stolzen Preis. Aber bietet der Hybrid-Racer überhaupt genug Leistung?

BMW i8 – d.h. 250 km/h Topspeed, 362 PS, 4.4 Sekunden von 0 auf 100km/h, 126.000€ Basispreis und eine Elektro-Reichweite von 37 Kilomentern die "in weniger als 2h" Stunden aufgeladen werden kann. Das klingt alles zunächst einmal gar nicht schlecht, gäbe es da nicht ein anderes berühmtes Zukunftsauto, das vieles einfach besser kann: Den Tesla S P90D.

BMW i8 gegen Tesla S

Der Topspeed liegt in beiden Fällen bei 250 km/h - und auch preislich sind sie fast genau gleich auf. Bei allem anderen ist der Telsa dem Bayern aber dann doch ein ganzes Stück weit vorraus: Er hat 469 PS und von 0 auf 100 geht´s in 3,3 Sekunden. Die Elektroreichweite von knapp 500 km kann man auch deutlich schneller wieder nachladen: nach 30 Minuten hat man bereits 80%, in 75 Minuten ist die Batterie komplett voll - und das geht überall, wo ein Tesla-eigner Supercharger steht. 

Andererseits hat der Tesla eben auch eine gewisse "Autobahnschwäche". Wenn man zu oft hintereinander beschleunigt und bei hoher Geschwindkeit unterwegs ist, wird die Batterie recht schnell heiß und die Systeme regeln die Leistung drastisch herunter. All das entfällt beim BMW i8, da er kein reines Elektroauto ist und der Verbrennungsmotor die Schwächen des E-Antriebs ausgeleichen kann. Außerdem hat ein Hybrid den Vorteil, dass spontane Langstreckenfahrten in die Pampa kein Problem sind: Wenn man nur mit Benzin unterwegs ist, ist der Verbrauch natürlich ein wenig höher - dafür ist man auf keine Ladestation angewiesen.

Von den Leistungsdaten her ist der BMWi8 also eher "mittelspektakulär" und ordnet sich irgendwo kurz unterhalb vom Prosche 911 Carrera ein. Der "Basis-911er" ist mit 4,6 Sekunden (ohne PDK) von 0 auf 100 ca. um 2 Zehntel langsamer, dafür aber im Topspeed mit 295 km/h um 45 km/h schneller. Gleichzeitig ist der BMWi8 aber deutlich teurer: Einen Carrera mit der besagte Performance bekommt man schon für 96.605 Euro - also für fast ein Drittel weniger. Da muss man den Elektroantrieb schon bis zum Exzess nutzen, wenn man die 30.000 € Differenz über den Verbrauch wieder wettmachen will.

Aber auch wenn der i8 kein "Kliler-Argument" vorweisen kann: BMW ihn gerne, vor allem wenn es irgendwo um das Thema "Zukunft" geht, wie hier auf der berühmten ...