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Bild einer Halloweenmaske, die in einen Apfel geschnitzt wurde.
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Apple macht der Autoindustrie Angst
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Apple macht der Autoindustrie Angst

Die Autobauer könnten bald massive Konkurrenz bekommen, denn für den Computer-Riesen ist die Branche hochinteressant.

Auch ohne offizielle Bestätigung galt Apples Einstieg in die Automobilbranche schon seit längerem als gesichert. Mit der Verpflichtung des Chrysler Managers Doug Bettsg geht Apple den nächsten Schritt in diese Richtung. Angeblich sollen bereits mehrere Mitarbeiter für das Projekt „Titan“ arbeiten: einem selbstfahrenden Elektroauto. Und Apples Einstieg könnte die Zukunft der Autoindustrie entscheidend beeinflussen.

Plant BMW eine Zusammenarbeit mit Apple?

Gerüchten zufolge soll Tim Cook das BMW Werk in Leipzig bereits besucht haben. Laut einem Bericht des Manager Magazins sollen die beiden Riesenkonzerne dabei über eine Zusammenarbeit nachgedacht haben. Dabei geht es eventuell nicht nur um die Integration der Benutzeroberfläche „Apple CarPlay“ in die BMW-Modellen, sondern auch um eine eigenständige Plattform aufbauend auf dem BMW i3, auf der das elektronische Applefahrzeug aufgebaut werden könnte.

VW befürchtet schlimmstes

Laut einem Bericht der Nachrichtenagentur DPA befürchtet VW-Chef Martin Winterkorn eine Verschiebung in der Industrie. Beängstigend sind dabei vor allem die überdimensionalen Finanzreserven: weit über 100 Milliarden Dollar soll Apple in den letzten Jahren angehäuft haben. Die Firma Google gilt auch als äußerst flüssig – und testet ebenfalls Autos.

Das bedeutet, dass traditionelle Autobauer enormen Konkurrenzdruck von neuen Firmen aus anderen Bereichen bekommen könnten, die auf den Markt drängen. Dies wird die gesamte Automobilbranche aufmischen. Ein Beispiel hierfür wäre die vermehrte Einstellung von Automobilexperten von Apple.

Die Überschneidung mit der Appletechnologie beweist die Aussage Tim Cooks in einem Interview mit dem Telegraph. So soll die Apple Watch künftig auch als Schlüssel für das Auto genutzt werden – Datenspeicherung inklusive.

Autos als Datensammler?

Aber warum sollte ein erfolgreicher Computerhersteller von heute auf morgen damit beginnen, Autos zu bauen? Ein solcher „Kaltstart“ in einer völlig neuen Industrie ist ja recht kostspielig. Im Gegensatz zum VW Golf VII könnte das erste Apple-Auto nicht auf den Erfahrungen und Komponenten von 6 Vorgängergenerationen aufbauen.

Allerdings kann man das Auto auch als eine Art Facebook-Profil sehen: Fast alle kaufkräftigen Haushalte besitzen eins. Und wenn das heilige Blech erst einmal voll vernetzt ist, kann es Bände über seine Benutzer und deren Verhaltensweisen erzählen. Einen Vorgeschmack darauf lieferte unlängst die Taxi-App „Uber“, die durch die Auswertung des Bestellverhaltens ihrer Nutzer Rückschlüsse auf deren Sexualleben zog. Außerdem beliefert das Auto seinen Fahrer  inzwischen mit unzähligen Informationen. Und derjenige, der Entscheiden darf,  welche Informationen das sind, wird dabei sicher nicht ärmer.

 

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