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Ein Porsche Cayman GTS driftet durch den Schnee.
Ein Porsche Cayman GTS driftet durch den Schnee.
Reifen kaufen: Das musst Du beachten
Ein Porsche Cayman GTS driftet durch den Schnee.
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Reifen kaufen: Das musst Du beachten

Es gibt viele Wege um Reifen zu kaufen, aber welcher ist der Beste? DRIVEN! zeigt Euch drei Möglichkeiten.

Wer nicht gleich zu Allwetterreifen greift, bei dem steht zweimal im Jahr der Reifenwechsel an. Wird aber die gesetzliche Mindestprofiltiefe für Sommer- und Winterreifen von 1,6 mm unterschritten, muss man sich Gedanken über neue Pneus machen. Bei Winterreifen wird bereits bei einer Profiltiefe unter 4 mm empfohlen zu wechseln, da hier die Wintertauglichkeit schon extrem eingeschränkt ist. Besonders bei Tiefschnee fällt es dem Reifen dann schwer, Grip aufzubauen. Doch wo kann man am besten Reifen kaufen und worauf muss man dabei achten?

Hier kannst Du Reifen kaufen

1. Beim Reifenhändler kaufen

Der einfachste Weg um neue Reifen zu kaufen ist die Fahrt zum Reifenhändler. In der Regel unterbreitet Dir der Händler mehrere Modelle, die zur Auswahl stehen. Wenn Du den passenden Reifen gefunden hast, kannst Du im Anschluss einen Termin für den Wechsel vereinbaren. Wer die Reifen beim Händler kauft und diese dort montieren lässt, der spart meist beim Reifenwechsel. Vergleichen lohnt sich also.

Vorteile:

  • Einfach
  • Persönliche Beratung
  • Anschließender Reifenwechsel
  • Altreifenentsorgung
  • Möglichkeit zur Radeinlagerung

Nachteile:

  • Kein Preisvorteil
  • Weniger Reifenauswahl
  • Lange Wartezeiten

2. Reifen online kaufen

Im Netz gibt es zahlreiche Anbieter um Reifen zu kaufen. Oft locken die Portale mit günstigen Angeboten und einem 30-tägigen Rückgaberecht. Die Auswahl ist grenzenlos und man findet schnell und einfach den passenden Reifen für sein Modell.

Vorteile:

  • Große Auswahl
  • Kundenbewertungen
  • Preisvorteil
  • Rückgaberecht
  • In der Regel versandkostenfrei

Nachteile:

  • Keine persönliche Beratung
  • Muss zur Werkstatt transportiert werden

3. Gebrauchtreifen kaufen

Wem neue Reifen zu teuer sind, der kann schnell auf dem Gebrauchtreifenmarkt fündig werden. Viele Autofahrer bieten auf Portalen wie eBay Kleinanzeigen die alten Pneus bei einem Fahrzeugwechsel oder bei Neukauf an. Dabei sollte man auf einige Punkte achten. Wie alt ist der Reifen? Das erkennst Du auf der Reifenflanke anhand der beiden letzten Ziffern der DOT-Nummer. Älter als zehn Jahre sollte ein Reifen nicht sein. Bei einem Gebrauchtreifenkauf empfehlen wir jedoch nur Reifen zu kaufen, die nicht älter sind als sechs Jahre. Achte auch darauf, dass die Reifen gleichmäßig abgefahren sind. Passt die Profiltiefe? Vor allem Winterreifen sollten mindestens noch 4 mm Restprofil haben. Stimmen alle Faktoren überein, kann man ein sehr günstiges Schnäppchen machen.

Vorteile:

  • Günstige Angebote
  • Oft als Winterkompletträder
  • Große Auswahl im Internet

Nachteil:

  • Meistens als Selbstabholung
  • Kürzere Lebensdauer

Zu welcher Zeit ist der Reifenkauf am billigsten?

Wer auf den Cent schaut, kauft antizyklisch: Winterreifen im Sommer und Sommerreifen im Winter. Dabei muss man aber in der Regel mit Modellen aus dem Vorjahr Vorlieb nehmen, die neuesten Pneus gibt es erst zum Start der neuen Saison. Häufig wichtiger als der minimale Innovationsnachteil: Die Zusatzreifen müssen bis zum Wechsel irgendwo gelagert werden. Dafür braucht man einen geräumigen Keller, eine eigene Garage oder man lässt die Reifen (gegen Gebühr) bei seinem Händler.

audi rs3 drift im schnee
Ein Audi RS3 auf geschlossener Schneedecke. Credit: Continental

Welche Reifengrößen eignen sich für mein Auto?

Besitzer eines alten „Fahrzeugscheins“ finden die zulässigen Standard-Dimensionen dort unter den Ziffern 20 und 21 beziehungsweise 22 und 23. Zusätzliche Größen werden häufig im Feld 33 unter „Bemerkungen“ aufgeführt. Komplizierter wird es, wenn beim eigenen Auto die 2005 eingeführte zweiteilige „Zulassungsbescheinigung Teil I“ den Fahrzeugschein ersetzt. Dort ist nur noch die kleinste zulässige Größe angegeben. Die restlichen Dimensionen finden sich in der beim Neuwagenkauf mitgelieferten EU-Übereinstimmungserklärung (auch COC-Papier genannt). Die Liste ist allerdings nicht erschöpfend, je nach Achslast und Höchstgeschwindigkeit sind auch andere Dimensionen erlaubt. Hier fragt man am besten den Fachmann. Alternativ bieten die großen Reifenhersteller auf ihren Internetseiten Suchmaschinen an, die anhand der Fahrzeugdaten die passenden Pneus ermitteln.

audi rs3 drift im schnee von hinten
Unser Redakteur Daniel in einem Audi RS3. Credit: Continental

Lieber Premium- als Billigreifen

Von ausgesprochenen Billigreifen, meist aus China importiert, ist in der Regel abzuraten. Bei Tests von Autoclubs und -zeitschriften schneiden sie immer besonders schlecht ab. Zu den Testsiegern zählen meist die Pneus der großen Premiummarken Continental, Michelin, Goodyear-Dunlop, Pirelli und Co. Wer weniger Geld ausgeben will, fährt mit Markenherstellern aus der zweiten Reihe aber nicht schlechter. Zudem haben viele Premiumhersteller preisgünstige Tochtermarken im Programm (Continental/Uniroyal oder Goodyear/Fulda), die nicht immer die allerneueste Technik, aber durchaus solide Kost bieten. Die letztendliche Wahl hängt auch vom eigenen Fahrprofil ab: Wer viel und gerne sportlich unterwegs ist, sollte nicht ausgerechnet beim Reifenkauf sparen. Wer nur gelegentlich in der Stadt unterwegs ist, braucht sicher nicht das neueste Hightech-Modell.

Audi A3 mit Nokian Weatherproof Ganzjahresreifen im Schnee
Audi A3 mit Nokian Weatherproof Ganzjahresreifen im Schnee. Credit: Nokian

Nach der Reifenmontage

Wer sich für neue Reifen entschieden hat, der sollte zunächst die Pneus vorsichtig einfahren. Werksfrische Reifen sind sehr glatt, da sie beim vulkanisieren mit einem silikonähnlichen Trennmittel eingesprüht werden. Erst nach 200 bis 300 Kilometern, wenn die Reifenoberfläche etwas aufgeraut ist, verschwindet die Beschichtung vom Reifen und können vollen Grip aufbauen. Außerdem kann sich der neue Reifen womöglich etwas anders als der vorherige im Einsatz reagieren. Wenn der erste Schnee fällt, empfiehlt es sich auf einem großzügigen Gelände zu beschleunigen und zu bremsen, um ein Gefühl für die neuen Reifen zu bekommen.

Hier kannst Du direkt Reifenpreise checken:

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